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Aktualisiert (Montag, den 06. März 2017 um 13:12 Uhr)

 

Increase in Homicides Linked to “Extermination Groups” and ARENA Campaign

Written by CISPES   
Friday, 24 January 2014 11:02

Photo: Transparencia ActivaSource: El Salvador 2014 Elections Blog

Since the beginning of the New Year and with the February 2nd presidential elections less than two weeks away, El Salvador has seen a dramatic increase in homicides.  In the month of January, El Salvador has seen an average of 9.4 violent deaths per day, a shocking increase from months past, many of them carried out en masse and reminiscent of death squad-style murders.

 

The Foundation for the Study of the Application of Law (FESPAD), a Salvadoran legal aid clinic and research group, reports that the murders are being carried out by “extermination groups.” Nelson Flores of FESPAD notes that these types of murders often occur prior to electoral periods, and that the “extermination groups” are trying to generate terror in the population and make the government look like it cannot stop this phenomenon.

 

The type of group that FESPAD describes have been operating in El Salvador since during the armed conflict; many of the groups take their names from “historic figures tied to the worst state violence, including General Maximiliano Hernández Martínez, Domingo Monterrosa, Roberto D´Aubuisson.” This is not the first time that FESPAD has publicized the continued operation of social cleansing groups in El Salvador (For more background, download a report in Spanish here).

 

Even before FESPAD’s recent announcement, many prominent voices in El Salvador had been questioning whether the right-wing Nationalist Republican Alliance (ARENA) party was behind the recent rise in homicides.

 

President Mauricio Funes expressed concern about a possible link between the increased violence and ARENA’s electoral campaign, while FMLN spokesperson Roberto Lorenzana described ARENA, wracked by internal crises and an unpopular candidate, as being driven to desperate measures, including the use of confrontation and violence as part of a last ditch effort at a “black campaign.”

 

ARENA’s new campaign manager, the infamous right-wing Venezuelan campaign manager J.J. Rendón, is renowned for his use of “rumorology” and smear tactics. At the very least, ARENA is taking advantage of the increase in murders in their campaign, which has in recent weeks turned more vitriolic, with a focus on violence and insecurity. Some ads use slogans like “My money will no longer go to gangs” and “Children will play safely in the streets again” while others directly attack the Funes administration’s public security policies.  In a recent presidential debate, ARENA candidate Norman Quijano, who was the only candidate to directly attack the administration, proposed militarizing public security as a solution to the insecurity problems, a measure that would directly violate El Salvador’s Constitution.

 
 

http://www.upsidedownworld.org/main/news-briefs-archives-68/4665-el-salvador-increase-in-homicides-linked-to-extermination-groups-and-arena-campaign

Aktualisiert (Dienstag, den 28. Januar 2014 um 15:18 Uhr)

 

Café Politico

Reiseberichtartikel von unserer letzten Kaffeereise 2012/13 aus der Zeitung

Neues Deutschland von Tom Beier 19.9.2013

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SI A LA VIDA...NO A LA MINERIA - Int. Antiminentreffen in México

hallo ihr,

die leute von radio victoria ,cabanas die zur antiminen gruppe gegen pacific rim gehören,
 
hätten interesse zu dem internationalem antiminen-treffen nach mexico zu fahren(siehe unten).

sie haben aber kein geld. wir fänden es gut sie zu unterstützen.

die kosten lägen pro person bei ca. 130.- euro für die bustickets.

bitte spendet doch um 2 personen die teilnahme zu ermöglichen:

infostelle el salvador

postbank köln

nr 332 276 507

blz 370 100 50

stichpunkt antimineria


außerdem gibt es auch einen weiteren spendenaufruf für das treffen in mexico(siehe unten).

saludos
jan






 ENCUENTRO DE PUEBLOS DE MESOAMERICA:
SÍ A LA VIDA…NO A LA MINERÍA
 
Del 17 al 20 de Enero de 2013.
 
Para mayores informes sobre el traslado y otros detalles pueden comunicarse:
 
 
Comisariado de Bienes Comunales de Capulálpam de Méndez
Tel: 01 951 53 920 40
Correo: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 
Colectivo Oaxaqueño en Defensa de los Territorios
Tel: 01 951 51 360 23
Correo: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 


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Lateinamerika Nachrichten Ausgabe 462 - Dezember 2012

Gute Minen oder böses Spiel

Gegner_innen von Bergbauprojekten in Mexiko geraten verstärkt unter Druck

Mit Enrique Peña Nieto wird die Revolutionäre Institutionelle Partei (PRI) am 1. Dezember wieder im Präsidentensessel Platz nehmen, den sie bereits von 1929 bis 2000 inne hatte. Dem Ausverkauf natürlicher Ressourcen, wie er unter den Präsidenten der rechtskonservativen Partei der Nationalen Aktion (PAN) betrieben wurde, tut das sicher keinen Abbruch. Selbst „linke“ Gouverneure wie Gabino Cué in Oaxaca oder Graco Ramírez in Morelos fördern Großprojekte mit dem Argument, dass sie Arbeitsplätze schaffen. Die Mitsprache der Bevölkerung bleibt aus, Widerstand wird unterdrückt.

In den Wochen vor dem Machtwechsel vervielfältigen sich die sozialen Auseinandersetzungen um Großprojekte. Am massivsten sind die Angriffe auf die Gegner_innen von Großprojekten im Bergbau und dem eng verknüpften Energiesektor. Allein im Oktober kam es in diesem Zusammenhang zu Auseinandersetzungen in den Bundesstaaten Oaxaca und Durango sowie zu einem tödlichen Anschlag auf einen Aktivisten samt seiner Ehefrau in Chihuahua. In Puebla demonstrierten Anwohner_innen gegen ein Minenprojekt des Telekommunikations-Magnaten Carlos Slim. In Mexiko-Stadt errichteten Aktivist_innen vor der kanadischen Botschaft am Totengedenktag einen Altar für die Opfer von Bergbaubetrieben, die kanadischen Mutterkonzernen zugehören.
Unter der Präsidentschaft von Felipe Calderón vervielfachte sich die Konzessionsvergabe zur Erschließung von Land: Für rund ein Viertel des gesamten Territoriums wurden Explorationsrechte vergeben. Im Durchschnitt kosten die Lizenzen weniger als einen US-Dollar pro Hektar. Erweist sich die Ausbeutung als lohnenswert, kann sofort zum Abbau übergegangen werden. Denn im Unterschied zur früheren Rechtslage sieht das reformierte Minengesetz in diesem Fall keine Zusatzbewilligung vor. Die Wasservorräte der lizenzierten Fläche gibt es gratis obendrauf. Für die Bergbau-Investoren ist Mexiko aktuell der viertgrößte Standort. Laut Branchenangaben beschäftigt der boomende Bergbausektor inzwischen 332.000 Personen.
Gleich zwei politische Skandale verdeutlichten jüngst den Einfluss der Minenunternehmen: Bei den Arbeitsrechten strichen die Minenbosse einen Artikel zum Schutz der unter gefährlichen Bedingungen schuftenden Minenarbeiter_innen. Diese Streichung erfolgte nicht, wie das die Industrielobby in anderen „Demokratien“ zu tun pflegt, in einer vorbereitenden Lesung, sondern erst nachdem die Reform in der großen Parlamentskammer unter Führung der PRI unter lautem Protest der linken Parteien in einer chaotischen Sitzung durchgepeitscht worden war. Erst auf dem Weg in den Senat ist der Schutzartikel auf mysteriöse Weise abhanden gekommen. Nur wenige Medien kritisierten diese „unakzeptable faktische Macht“ der Minenindustrie. Die Tageszeitung La Jornada kam zu dem Schluss, dass sich mit der angestrebten Arbeitsrechtsreform „die Straflosigkeit wichtiger Bergbau-Unternehmer zuspitzen wird, für die das Gesetz ein bloßer Formalismus ist, der nicht nur verletzt, sondern sogar ausradiert werden kann“. Für mehr Wirbel sorgte der zweite Skandal, der eng mit dem ersten verknüpft ist. In dem „verlorenen“ Gesetzesartikel war auch ein Verbot von Kohleabbau in Stollen von weniger als 100 Metern Tiefe festgelegt. Das betrifft insbesondere die Kohleindustrie im Bundesstaat Coahuila, wo Hunderte von Kleinstollen, die sogenannten pocitos, betrieben werden. In Hinterhöfen graben Arbeiter_innen auf halsbrecherische Weise Kleinstollen ohne Schutzmaßnahmen und in bis zu 15-stündigen Schichten. Ihren Abnehmer findet die Kohle in der Drogenbande Los Zetas, die sie günstig an Betriebe weiterverkauft, um so Drogengelder zu waschen. Endabnehmer ist letztlich die staatliche Energiekommission. Publik wurden die Machenschaften durch den ehemaligen Gouverneur und PRI-Parteipräsident Humberto Moreira Medial. Nachdem das Kartell tödliche Rache an seinem Sohn genommen hatte, verkündete der hemdsärmlige Politiker den Medien, die Zetas übten ihre Machenschaften auch im Kohlesektor aus. Auch der jüngst in einer Schießerei ums Leben gekommene Chef der Zetas, El Lazca, sei „pocito“-Unternehmer in Coahuila gewesen. „Seltsam, dass er uns das erst jetzt erzählt“, kommentierte die investigative Journalistin Sanjuana Martin sarkastisch. Normalerweise ist „in diesem Teil von Coahuila, der wichtigsten Kohlegegend von Mexiko, die Trennlinie zwischen Zetas, Kohleunternehmern und PRIistas nicht vorhanden“.
Das Minengeschäft blüht, legal oder illegal, unter PAN, PRI und sogenannten linken lokalen Regierungen. Mittlerweile geht es nicht nur um fehlende Mitbestimmung, Korruption, zunehmende soziale Konflikte und Gewalt, die durch die Präsenz der Megaprojekte hervorgerufen wurden. Vielmehr ist die Lebensgrundlage der Dörfer – Wasser, Boden und Territorium – direkt in Gefahr. Insbesondere in Oaxaca steht die Verteidigung der Territorien auf der Tagesordnung der sozialen Organisationen. Für Mitte November ist die Entsendung einer internationalen Beobachtungsmission nach San José del Progreso geplant. Im Januar lädt die Gemeinde Capulalpam de Méndez zusammen mit dem „Oaxaca-Kollektiv zur Verteidigung der Territorien“ zum mesoamerikanischen Treffen „Ja zum Leben – Nein zum Bergbau“ ein, um mit Aktivist_innen und Betroffenen von Zentralamerika bis Kanada Strategien des Widerstands zu entwerfen (siehe Kasten).

Text: // Philipp Gerber
Ausgabe: 462 - Dezember 2012

URL: http://ln-berlin.de/index.php?/artikel/4413.html

 

DECLARATORIA: Encuentro de Pueblos de Mesoamérica: Si a la Vida, No a la Minería‏

Estimados compañeros y compañeras de las diferentes comunidades, organizaciones, redes, colectivos y medios que participaron en el Encuentro de Pueblos de Mesoamérica, Si a la Vida, No a la Minería:
 
Agradecemos su presencia y participación en el Encuentro, en breve estaremos enviando los acuerdos y demás textos generados durante el mismo. Mientras aprovechamos para enviarles la Declaratoria Final en español e inglés (en caso de que aún no la tengan).
 
Asimismo les comunicamos que han sido dados de alta en "La Minuta", un boletín diario publicado por Educa con información sobre la situación de los derechos humanos en Oaxaca, México y parte de América. Si ustedes no desean recibir este servicio, por favor escriban un correo a Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. para darles de baja.
 
Felicidades a todas y todos por este gran esfuerzo.
Reciban saludos cordiales.
Organizaciones y comunidades convocantes al evento.
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.endefensadelosterritorios.org
________________________________________________
 
En el Encuentro Mesoamericano en Capulálpam de Méndez participaron 480 personas de 12 países, 13 estados de México, alrededor de 50 comunidades y 80 organizaciones
 
 
 
 
 
 
http://educaoaxaca.org/images/stories/Encuentro_Capu4.jpgLos pueblos, comunidades, organizaciones, colectivos y redes, desde la diversidad que caracteriza la región mesoamericana, nos hemos encontrado los días 17 al 20 de enero de 2013 en la comunidad zapoteca de Capulálpam de Méndez para analizar las problemáticas relacionadas con la minería en nuestros territorios, asimismo hemos compartido experiencias de defensa y resistencia a los megaproyectos mineros impulsados por el capital trasnacional. Las voces participantes hacemos la siguiente Declaración:
 
 
Actualmente vivimos bajo un modelo económico y político basado en el despojo y la extracción acelerada de nuestros bienes comunes como los minerales, agua, bosques, petróleo, aire, gas, carbón, conocimientos, a través del despojo y mercantilización de nuestros territorios ancestrales.
 
 
Bajo la imposición de este modelo extractivista, los pueblos herederos de Mesoamérica luchamos contra un proceso hegemónico trasnacional de destrucción de nuestras propias estructuras sociales, económicas, políticas y culturales.
 
 
Para su implementación los gobiernos han firmado una serie de convenios multilaterales, tal es el caso del Plan Mérida, el Tratado Traspacífico, Proyecto Mesoamericano, el Tratado de Libre Comercio de América del Norte entre otros, que se traducen en reformas estructurales, agrarias, energéticas, laborales, educativas, hacendarias, de seguridad e impartición de justicia con el respaldo del poder político, militar y financiero representado por las empresas, el estado y las instituciones financieras multilaterales. En este sentido, los gobiernos al optar por el capitalismo depredador, o asociarse con las empresas internacionales, se convierten en enemigos de nuestros pueblos.
 
 
Frente a dicho modelo extractivista, hemos definido tejer nuestras resistencias, mediante el fortalecimiento de nuestras estructuras comunitarias como las asambleas, autoridades comunitarias, manteniendo el control del territorio comunal y el fortalecimiento de nuestra memoria histórica.
 
 
El tiempo en que el gobierno representaba un poder absoluto es un asunto del pasado, es necesaria una nueva relación con el gobierno, en donde los pueblos indígenas decidan el destino de sus territorios.
 
 
http://endefensadelosterritorios.org/endefensadelosterritorios/2013/01/Capu3.jpgFrente a la gran amenaza que representa la industria minera para nuestra región mesoamericana, hacemos un llamado a los pueblos y comunidades de Honduras, Guatemala, El Salvador, Puerto Rico, Argentina, Canadá y México para fortalecer nuestras redes de resistencia y generar alianzas amplias basadas en nuestros saberes, donde la defensa del territorio constituye la base de nuestra articulación.
 
 
Por la defensa de la vida, nuestros espacios sagrados, nuestros bosques, ríos, montes, manantiales y nuestros hijos e hijas, EXIGIMOS:
  • Cambiar el modelo económico y político actual que permite la depredación de los territorios. Así como un cambio en la política autoritaria, colonial, militar y patriarcal ejercida por los gobiernos. El respeto a las decisiones de los pueblos deberá ser parte fundamental en una nueva relación con los estados-gobiernos. Esto significa el ejercicio del derecho a la libre determinación de los pueblos indígenas, campesinos y rurales.
  • La cancelación de todos aquellos proyectos mineros donde las comunidades están en desacuerdo con el modelo extractivista en la región mesoamericana.
  • Se respeten los procedimientos de consulta comunitaria, que constituyen una práctica ancestral de los pueblos para la participación y toma de decisiones, asimismo que sus resultados sean considerados vinculantes; estas consultas representan un derecho sustantivo de protección de los derechos fundamentales de los pueblos indígenas.
  • Generar mecanismos para garantizar que los territorios fronterizos estén libres de proyectos mineros y evitar conflictos binacionales que atenten contra la armonía y políticas de buena vecindad en la región mesoamericana.
  • Justicia para todas las defensoras y defensores de los territorios que han sido criminalizados, amenazados, agredidos y asesinados en la región mesoamericana.
  • Ley en Honduras que prohíba la explotación minera a cielo abierto y la minería subterránea, asimismo la indemnización y reparación de los daños ocasionados al medio ambiente producidos por Gold Corp Corporation y otras empresas.
  • Cese la provocación, represión y persecución legal contra la lucha pacífica de Guatemala, solidaridad con los compañeros de la Puya, oriente de Guatemala.
  • Que la corte de constitucionalidad resuelva a favor del recurso de inconstitucionalidad contra la ley de minería que el Consejo de Pueblos presentó en marzo de 2012.
  • Que el gobierno de Guatemala respete las decisiones manifestadas por los pueblos en las consultas comunitarias realizadas.
Nuestra riqueza no se mide por la cantidad de minerales producidos, sino por nuestras propuestas de organización, políticas, sociales y culturales, las agresiones en contra de nuestros pueblos nos producen una herida profunda, ante lo cual DEMANDAMOS:
  • La cancelación de las concesiones mineras y el reconocimiento a la ratificación del NO a la minería por parte de la asamblea general de comuneros y ciudadanos/as de Capulálpam de Méndez, Oaxaca, asimismo el cierre definitivo de la compañía minera Natividad y Anexas.
  • La cancelación del proyecto minero “San José”, en el municipio de San José del Progreso, Oaxaca, la cancelación de las concesiones mineras otorgadas en la región de los valles centrales, así como castigo a los responsables de los crímenes cometidos contra la Coordinadora de Pueblos Unidos del Valle de Ocotlán desde 2006.
  • Alto a la violación de derechos humanos por parte de la compañía minera canadiense Excellon Resources Inc. a ejidatarios de La Sierrita y trabajadores mineros de la Secc. 309 del Sindicato Minero en Durango.
  • Solución al conflicto del ayuntamiento de Tlacolula. Castigo a las agresiones de la presidenta municipal de Tlacolula en contra de las y los integrantes de la Coordinadora para la Defensa de los Recursos Naturales del Valle de Tlacolula.
  • La cancelación del proyecto hidroeléctrico Paso de la Reina en la costa de Oaxaca, México.
  • Solución al problema municipal de San Mateo del Mar, en el Istmo de Tehuantepec.
  • Justicia para el pueblo Triqui.
  • Justicia para Bety Cariño y Jyri Jaakkola.
  • Denunciamos las amenazas de muerte contra Carlos Beas, Bettina Cruz Velásquez, Rodrigo Flores Peñaloza y Saúl Celaya, y cese al hostigamiento permanente contra las comunidades en resistencia al megaproyecto eólico del istmo de Tehuantepec por el gobierno estatal de Oaxaca y la empresa Mareña Renovables, empresa española.
Nos solidarizamos con el movimiento “Idle No More / Basta de Pasividad” en la defensa de sus territorios y soberanía.
 
Hacemos un reconocimiento a la comunidad de Capulálpam de Méndez, por su ejemplo de organización política-comunitaria y su defensa contra los proyectos mineros en la Sierra Juárez.
 
 
Tenemos el derecho a decir NO al desarrollo impuesto y a definir nuestras formas de producción económica, social, política y cultural.
 
 
Por la Defensa de Nuestros Territorios: Si a la Vida, No a la Minería en la Región Mesoamericana.
 
 
Autoridades municipales, agrarias y comunitarias: Capulálpam de Méndez, Santa Catarina Lachatao, San Pedro Yolox, Santa Lucía Mecaltepec-Yautepec, Santa María Candelaria, San Jerónimo, San Lucas Ixcotepec, Cosoltepec, San Pedro Chayuco, Santa Cruz Mixtepec, Guadalupe Victoria-Yautepec, San Pedro Mártir Ocotlán, Ocotlán de Morelos, Ejido la Sierrita-Tlahuatilo-Durango, Huajuapam de León, Santa Marta Zoquiapam, San Miguel Nizaviguite-Yautepec, Santo Tomás Quierí-Yautepec, Magdalena Teitipac, Santa María Yahuiche-Ixtlán, Santiago Lachivía-Yautepec, Santa María Yahuiche, yucuquimi de Ocampo, San Pedro Nexicho.
 
 
Comunidades: El Porvenir-San José del Progreso, Zacapoaxtla-Puebla, Maguey Largo-San José del Progreso, San Andrés Yutatio-Mixteca, San Simón Zahuatlán, San Mateo del Mar, Yucha nchaa-Mixtepec, Nuevo México-Veracruz, Coatzacoalcos-Veracruz, Santiago Xiacuí, Acatlima-Huajuapam, Ayuquililla-Mixteca, Zaachila, Oaxaca de Juárez, San Juan Nopala, San Juan Yagila, Santa María Yavesía, Ixtlán de Juárez, Guelatao de Juárez, Santa Lucía Ocotlán, Miahuatlán, San Juan Tabaá, San Cristóbal de las Casas, San Nicolás Yaxe, San Francisco Tutla, Ayoquezco de Aldama, San Isidro de Morelos-Putla de Guerrero, Santa Cruz Yagavila, Escuintla-Chiapas, Cuicatlán, San Andrés Huajuapam, San Juan Evangelista Analco, Tanetze de Zaragoza, Tlaxiaco, San Miguel Chimalapas, Asunción Lachixila, San Marcos Arteaga, San Miguel Copala, San Cristóbal Chichcaxtepec, Paso de la Reyna-Jamiltepec.
 
 
Organizaciones sociales-civiles y redes: Colectivo Oaxaqueño en Defensa de los Territorios, Unión de Organizaciones de la Sierra Juárez de Oaxaca-UNOSJO S.C. Servicios para una Educación Alternativa-EDUCA A.C., Servicios del Pueblo Mixe-Ser Mixe A.C. Centro de Derechos Indígenas Flor y Canto A.C., Tequio Jurídico A.C., Centro de Derechos Humanos Miguel Agustín Pro Juárez-Centro Prodh A.C., Coordinadora de Pueblos Unidos del Valle de Ocotlán-CPUVO, Servicios Universitarios y Redes de Conocimiento en Oaxaca SURCO A.C., Red Mexicana de Afectados por la Minería-REMA, Movimiento Mesoamericano Contra el Modelo Extractivo Minero-M4, COSIP-Chiapas, COMCAUSA A.C., Sipaz-San Cristóbal de las Casas, SWEFOR-San Cristóbal de las Casas, Unidad de la Fuerza Indígena y Campesina (UFIC)-Juchitán-Oaxaca, Red Mexicana de Acción Frente al Libre Comercio-RMALC, Otros Mundos Chiapas A.C., Comité de Derechos Humanos de Base de Chiapas Digna Ochoa, C.A.C.I.T.A., Coordinadora de Pueblos Unidos por la Defensa del Agua, Solidaridad Directa con Chiapas-Suiza, Frente en Defensa del Territorio y la Autonomía-Sierra Norte de Puebla, Ciudadanos Comprometidos con la Sierra Norte de Puebla, Acción Permanente por la Paz, Veredas Autónomas, Procesos Integrales para la Autogestión de los Pueblos-PIAP A.C., Fondo para los Derechos Humanos Globales, Movimiento Agrario Indígena Zapatista-MAIZ, La Asamblea Veracruzana de Iniciativas y Defensa Ambiental-LA VIDA, Frente Amplio Opositor a la Minera San Javier-FAO, Alianza Mexicana por la Autodeterminación de los Pueblos-AMAP, Comité de Defensa Integral de Derechos Humanos Gobixha-CODIGO DH A.C., Colectivo de Organizaciones y Redes Oaxaqueñas, Movimiento Madre Tierra-Honduras, Comité Ambientalista del Valle de Siria-Honduras, Kitchenahmay Koosib Inninuwug-Canadá, Consejo de Pueblos de Occidente-Guatemala, Asamblea de Pueblos de Huehuetenango por la Defensa del Territorio ADH-Guatemala, Unión de Lucha Anticapitalista, Peace Brigades International-PBI, Emprendedores Sociales, Centro de Investigación sobre Investigación y Comercio-CEICOM-El Salvador, Mesa Nacional Frente a la Minería-El Salvador, Centro de Derechos Humanos de la Montaña Tlachinollan A.C., ANAD, Movimiento por la Paz con Justicia y Dignidad, COPEVI A.C., Asociación de Profesionistas A.C., Tianguis Indígena Multicultural A.C., UZACHI, Movimiento por el Planeta, MPJD, Consejo de Derechos Indígenas de Oaxaca-CEDIO, OIDHO, Ven y Mira Teatro, SEDELI A.C., España Independiente, Gachij Nej Yuma´an A.C., Centro de Estudios para el Desarrollo Rural, Unitierra Oaxaca, Unitierra Puebla, MIDEM A.C., Instituto de la Naturaleza y la Sociedad de Oaxaca, Centro de Estudios de la Región Cuicateca-CEREC, Movimiento Popular Revolucionario, OCIO-CNPA MN, Unión de Comunidades Indígenas de la Zona Norte del Istmo UCIZONI A.C., Asamblea de los Pueblos Indígenas del Istmo en Defensa de la Tierra y el Territorio, Coordinadora para la Defensa de los Recursos Naturales del Valle de Tlacolula, Kualli Komalli, Jóvenes en Resistencia Alternativa, Cinema Ambiente, Escuintla Nuestro A.C. tosepan titataniske-Puebla, Honorable Casa Nacional del Estudiante-HCNE, Fundar Centro de Análisis e Investigación, Serapaz A.C., Proceso de Articulación de la Sierra de Santa María, Consejo de Pueblos Unidos por la Defensa del Río Verde-COPUDEVER, Centro de Estudios Ecuménicos, GADES A.C., IDEMO A.C., Desarrollo Económico y Social de los Mexicanos Indígenas-DESMI A.C.
 
 
Investigadores/Estudiantes: Unisur-Guerrero, Universidad Autónoma Metropolitana, ENAH, UAM, Colmex, SCLC-Chiapas, CESHECA-UNICACH, UNAM, COCYP-Chiapas, MASFICH Pueblo, MASHACH-Puebla, BIC 28, INAH-Morelos, Universidad Atutónoma Benito Juárez de Oaxaca-UABJO, Universidad de la Sierra Juárez, Universidad de Munich, UAEM, Latin American Studies, Centro Nacional para la Educación en Ciencias y Matemáticas A.C., CIESAS, UACH.
 
 
Medios de Comunicación: CNT-AIT (estado español), Colectivo Barro Negro Oaxaca, Biblioteca Maria Luisa, Periódico Luciérnaga, Radio Comunitaria Teotitlán del Valle, XEGLO-La Voz de la Sierra Guelatao, Estéreo Comunal Guelatao, Puerto Rico en la Lucha por su Independencia, Proyecto Ambulante, Guardian UK, Radio Yaxhil, Contralínea, La Jornada, CORTV, Hijos de la Tierra, Ojo de Agua Comunicación A.C., Radio Universidad de Oaxaca, Radio Victoria-El Salvador, Desinformémonos.org, Organización Radio Aire Zapoteca, Revista en Marcha, Palabra Radio.
 
 
Estados de México: Estado de México, Chiapas, Puebla, Guerrero, Zacatecas, Guadalajara, Veracruz, Morelos, Oaxaca, San Luis Potosí, Guanajuato, Durango, Distrito Federal.
 
 
Países: Honduras, Guatemala, El Salvador, Puerto Rico, Argentina, México, Estados Unidos, Canadá, Alemania, Francia, Italia, España.
 
 
Capulálpam de Méndez, Oaxaca, México. 19 de enero de 2013.
 
 
 
 

Aktualisiert (Samstag, den 08. Februar 2014 um 00:22 Uhr)

 

Die Macht der Kaffeebarone

Die Macht der Kaffeebarone

September/Oktober 1990

Seit der Machtübernahme der rechtsgerichteten ARENA-Partei in El Salvador sind diejenigen wieder auf der politischen Bühne des Landes getreten, die tradi­tionell die Macht ausübten: die Kaffeeoligarchie. Jene 14 Familien, die Ende der 70er Jahre in aller Munde waren, als es darum ging, die Dominanz einiger weni­ger über die ausgebeutete Mehrzahl der Bevölkerung zu erklären. In den 80er Jah­ren wurde vielfach versucht darzustellen, daß diese einstmals so Mächtigen durch verschiedene Maßnahmen, darunter die Agrarreform von 1980, an Macht einge­büßt hätten. Der "Deutsche Kaffeeverband" Dachverband der grö゚ten bundes­deutschen Röster und Importeure von Kaffee, die der zweitwichtigster Abnehmer salvadorianischen Kaffees sind, versteigt sich sogar zu der Behauptung, daß die Kaffeeoligarchie nicht mehr das Bild des Landes bestimmen würde. Angesichts dieser Verdrehungen und des in den USA begonnenen Boykotts sal­vadorianischen Kaffees, der sich zum Ziel setzte, Druck auf die ARENA-Regie­rung und die sie tragenden Kaffeepflanzer und Mordkommandos zugunsten einer politischen Verhandlungslösung auszuüben, erscheint es uns dringend notwen­dig, die Geschichte und die aktuelle Realität des Kaffeeanbaus in El Salvador dar­zustellen. Diese gekürzte Studie wird ebenfalls in etwa gleichem Wortlaut in der Zeitschrift ILA erscheinen. Diese Informationsdoppelung, (die wir normalerweise vermeiden), soll fundierte Kenntnisse zum Agrar- und Kaffeesektor El Salvadors vermitteln. Denn in der nächsten Zeit wird im Neuen Dicken Deutschland eine Kaffeekampagne beginnen, die eine ähnliche Zielsetzung hat wie die in den USA.

Die Kaffeekrise und ein Aufstand

Seit der Einführung des Kaffees Mitte des letzten Jahrhunderts wurden die Geschicke El Salvadors und v.a. seiner BewohnerInnen vom Kaffee bestimmt, präziser gesagt, von den Familien der Kaffeepflanzer. Die reiche Oberschicht eignete sich per Regierungsdekrete und simplen Betrug die Gemeindeländereien der indianischen Urbevölkerung an, auf deren fruchtbaren vulkanischen Böden Grundnahrungsmittel angebaut wurden.
Die Folgen der heute von IWF und Weltbank und den nordatlantischen Demokratien propagierten Einbindung der Peripherie in den Weltmarkt via ver­stärkten Exporten, hatten die SalvadorianerInnen bereits vor 60 Jahren zu spüren bekommen. Fielen die Preise für Kaffee - wie 1930 - so ließen die Kaffeepflanzer die Kaffeekirschen an den Sträuchern verfaulen, die SaisonarbeiterInnen hun­gerten. Als diese sich 1932 in einem Aufstand gegen die menschenunwürdigen Bedingungen wehrten, wurden sie massakriert; damals starben so 30.000 Menschen.
Nach der Niederschlagung des Aufstands nahm die Zahl der LandarbeiterInnen und der landlosen Bauern stetig zu; Mitte der 70er Jahre hatten über 80% der Landbevölkerung kein Land oder zuwenig, um davon leben zu können. Ihre Situation stand in scharfen Kontrast zu der starken Konzentration von Landbesitz in den Händen weniger Familien. 1961 besaßen 2,26% der kaffee­produzierenden Betriebe 43,9% der gesamten Kaffeefläche und erzeugten über die Hälfte der Gesamternte. 1974 exportierten nur 14 Familien 63,2% der gesamten Produktion.

Der Militärputsch von 1979

Nach dem Putsch gegen General Romero am 15. Oktober 1979 stellte die erste Regierungsjunta verschiedene Reformpläne zusammen, die die Macht der Groß­grundbesitzer und besonders der Kaffeeoligarchie beschneiden sollten. Vor allem unter dem Druck der starken Volksbewegung wurde öffentlich über eine Agrar­reform gesprochen. Die Repression und Massaker der Sicherheitskräfte und der paramilitärischen Gruppen der Kaffeepflanzer gegen die organisierte Bevölke­rung und der Unmöglichkeit, diesem Treiben durch eine reformistische Regie­rung ein Ende zu setzen, führte im Dezember 1979 zum Austritt sämtlicher zivi­ler Mitglieder der Junta, mit Ausnahme der Christdemokraten. Das übriggeblie­bene Rumpfkabinett aus Militärs und Christdemokraten sah v.a. zwei Notwen­digkeiten: Zum einen sollte mittels Reformen und Repression ein Keil in die Volksbewegung getrieben werden oder, wie es ein christdemokratischer Regie­rungsfunktionär, der ungenannt bleiben wollte, 1985 ausdrückte: "Da gab es das US-Projekt der Aufstandsbekämpfung, in dem diese Reformen [Agrarreform und Verstaatlichung des Außenhandels] wichtige Bestandteile waren. Die riesige zukünftige US-amerikanische Finanzhilfe machte es notwendig, rein formal eine Regierung zu präsentieren, die bemüht ist, Reformen zur Umverteilung des Reichtums durchzuführen...". Zum anderen mußten die Deviseneinahmen für die Regierung gesichert werden, um die Stabilität im Sinne der Junta zu erhalten. Und die wichtigste Devisenquelle des Landes war auch 1979 der Kaffee; sein Export machte 63,7% der Gesamtexporte des Landes aus.

Verstaatlichung des Kaffeexports und Agrarreform

Am 2. Januar 1980 gründete die Junta durch das Dekret 75 das "Nationale Kaffee­institut", INCAFE, und verstaatlichte den Außenhandel. Sie sicherte sich damit die Kontrolle über die Devisen des weitaus wichtigsten Produktes des Landes.
Am 6. März 1980 verkündete die Regierung inmitten einer brutalen Repres­sionswelle gegen die Volksbewegung die Agrarreform. Die zur Enteignung vor­gesehenen Ländereien über 500 ha wurden militärisch besetzt, und Hunderte von organisierten LandarbeiterInnen und PächterInnen wurden ermordet oder vertrieben. Die ersten beiden Phasen der Agrarreform betrafen in unterschiedli­cher Weise die Kaffeeoligarchie: In der Phase I wurde die Enteignung von Gütern über 500 ha festgelegt. Die Entschädigung der alten Besitzer wurde den neuge­gründeten Kooperativen aufgebürdet. Noch nach der Feststellung des Wertes wurde von den ehemaligen Besitzern zwischen 25% und 40% aller landwirt­schaftlichen Maschinen, das Saatgut, Dünger und Pestizide von den enteigneten Fincas fortgeschafft, 30% des gesamten Viehbestandes wurde geschlachtet. 45% der in der Phase I enteigneten Landes war für landwirtschaftliche Produktion nicht geeignet, ein Großteil des verbleibenden Landes war von schlechter Quali­tät. Die Phase I betraf die großen Kaffeeproduzenten nur zu einem geringen Teil, da vergleichsweise wenige Kaffeeplantagen eine Größe über 500 ha aufwiesen. Der Großteil der Flächen, auf denen Kaffeeverarbeitungsanlagen (im folgenden: "Beneficios") installiert waren, wurden in Zusammenarbeit von Grundbesitzern und Regierung als "städtische Gebiete" deklariert und fielen somit nicht mehr unter das Agrarreformgesetz. Von den bis 1981 enteigneten 311 Fincas wurden insgesamt 99 kaffeeproduzierende Betriebe mit einem Anteil von 12 bis 14% der gesamten Kaffeeanbaufläche an die Kooperativen übergeben. 17,7% der in der Phase I enteigneten Ländereien waren im Besitz der 36 wichtigsten Kaffeeprodu­zenten gewesen, aber davon waren nur 2,9% Kaffeefincas. Die meisten Kaffee­fincas, die sich auf den fruchtbarsten Böden des Landes befinden - im Gegensatz zu den Flächen der Phase I, auf denen vielfach extensive Weidewirtschaft betrie­ben wurde - wiesen eine Größe unter 500 ha auf und sollten ursprünglich in der Phase II betroffen werden. Die in dieser Phase vorgesehene Enteignung der Güter zwischen 100 und 500 ha fand nie statt. Der Artikel 105 der neuen Verfas­sung (Präsident der Verfassunggebenden Versammlung war ARENA-Gründer Roberto D'Abuisson) von 1983 reduzierte die zu enteignenden Güter auf Betriebe zwischen 100 ha und 245 ha. Zudem sah die Verfassung drei Jahre bis zur Ent­eignung vor, in denen die über 245 ha hinausgehenden Flächen auf die Fami­lienmitglieder umgeschrieben werden konnten. Trotz vollmundiger Bekundun­gen der christdemokratischen Regierung ab 1984 wurde aber selbst diese einge­schränkte Phase II nicht mehr umgesetzt.

Kooperativen ausgetrickst

Durch die Enteignung von Kaffeeplantagen im Zuge der Agrarreform übernahm das neugegründete INCAFE insgesamt 16 Beneficios, die sich auf den entspre­chenden Gütern befanden. Dabei wurde per Gesetz festgelegt, daß nach späte­stens drei Jahren die Anlagen in die Hand der Kooperativen übergehen oder aber in Form von gemischten Gesellschaften, in denen INCAFE 25% der Anteile behält, betrieben werden. Nach dieser Übergangszeit stellte sich bei den Benefi­cios folgendes Panorama dar: Vier Anlagen gehörten INCAFE, sechs wurden von Kooperativen betrieben, fünf von staatlich-privaten Unternehmen, und über fünf weitere behielt INCAFE die Kontrolle.
1980/81, zu Zeiten des Aufschwungs der Volksbewegung bzw. dem Beginn des bewaffneten Befreiungskampfes durch die FMLN, brauchte die salvadorianische Regierung Geld, um zusammen mit der US-Hilfe das Aufstandsbekämpfungs­programm zu finanzieren. Die Verstaatlichung des Außenhandels, die Gründung von INCAFE und die Übernahme der 16 Beneficios ermöglichten, daß sich die Regierung in den Besitz der dringend benötigten Devisen brachte; durch Exporte, Verarbeitung und Ankauf/Verkauf des wichtigsten Exportgutes des Landes: Kaffee.

Der "El Salvador-Deal" - Rothfos KG Hamburg und die Aufstandsbekämpfung

In diese Zeit fällt auch der erste "El Salvador-Deal" des größten Abnehmers von Kaffee aus El Salvador, der Bernhard Rothfos KG Hamburg: Obwohl nach dem damaligen Internationalen Kaffeeabkommen (ICA) der Kaffee nur entsprechend der festgelegten Quartalsquoten exportiert werden konnte, wurde bei El Salvador eine Ausnahme gemacht: Das Land durfte bereits kurz nach der Ernte seine gesamte Exportmenge in den Freihäfen von Amsterdam, New York und Ham­burg einlagern. 50% der Ernte gingen nach Hamburg, gemanagt von Rothfos. Damit war der Kaffee krisen- und sabotagesicher ausgelagert und El Salvador erhielt 60% des geltenden Weltmarktpreises bereits im Voraus gezahlt. Wichtige Devisen für den Krieg.

Veränderungen durch INCAFE

Einer der Kritikpunkte, mit denen die Verstaatlichung der Kaffeevermarktung begründet wurde, setzte sich auch danach fort und entwickelte sich zu einer lukrativen Auslandskasse für die Regierung: Die Zurückbehaltung von Devisen aus Exporterlösen im Ausland. Machte dieser Anteil 1979 noch 16,7% der gesamten durch die Kaffeeausfuhr erzielten Devisen aus, so stieg er 1980 auf 36,6% an. Erst ab 1982 nahm diese Praxis etwas ab. Zwei weitere Maßnahmen sollten dafür sorgen, daß neben den Steuereinnahmen aus dem Export der Staat zusätzliche Einnahmen erzielte: So wurden die Kosten für die Verarbeitung von 500 Pfund Rohkaffee zu exportfähigem Kaffee von INCAFE festgelegt und stie­gen von 28,29 im Jahr 1979 auf 50 Colones 1980/81 an.
Von 1980 bis 86 strich der Staat Sondereinnahmen v.a. durch seine Wechselkurs­politik ein. Während ein Quintal Kaffee auf dem Weltmarkt 141 US-$ erzielte waren dies nach dem offizellen Wechselkurs von 325,6 Colones, aber nach dem (legalisierten) Parallelkurs 564 Colones. Den Erzeugern wurde jedoch lediglich 180 Colones ausbezahlt. Durch die offizielle Abwertung der Währung Anfang 1986 wurden diese Extraeinnahmen des Staates in ihrem Ausmaß reduziert.

Die Kaffeeoligarchie und die Verstaatlichung

Die Proteste und der Widerstand der Kaffeepflanzer und deren Verbände wie ASCAFE und ABECAFE, gegen die Einmischung des Staates in den Kaffeesektor, waren von Beginn an sehr hartnäckig. Sie machten INCAFE verantwortlich für den Rückgang der Produktion seit 1980 und den damit verbundenen gesunkenen Exporten. Obwohl sie weiterhin, selbst bei den gesunkenen Preisen Gewinne erwirtschafteten, wenn auch geringere als vor 1980, forderten sie Auflösung von INCAFE und die Liberalisierung des Außenhandels. Zwar sank seit 1979 die Produktion von Kaffee, wie auch die Flächenerträge, aber dies ist nicht allein auf INCAFE zurückzuführen. Die wichtigsten Gründe für den Rückgang der Produktion waren u.a. der Krieg, gestiegene Produktionskosten, die Zunahme von Krankheiten und Schädlingen, ohne daß adäquate Behandlungen vorge­nommen wurden. 1984 waren 47% der gesamten Anbaufläche von Kaffee ganz oder teilweise verlassen worden, von denen wiederum 98,5% dem Privatsektor und nur 1,5% dem reformierten Sektor angehörten.
Die Macht der Kaffeeoligarchie war und ist jedoch auch nach den von ihr so heftig bekämpften Reformen keineswegs auch nur annäherungsweise angerührt worden. Verschiedene Mechanismen haben dazu beigetragen, daß sie die Einbu­ßen, die sie durch die Nationalisierung des Außenhandels mit Kaffee hinnehmen mußten, reichlich überkompensieren konnten. Die um 15% gesenkten Erzeuger­preise bei gleichem Weltmarktpreisniveau, die theoretisch auch die Kaffeebarone trafen, konnten diese - da zugleich Besitzer der meisten Beneficios - durch billi­gen Ankauf von Kaffee zur Verarbeitung wettmachen. Gleichzeitig profitierten sie von der Erhöhung der Verarbeitungsspanne in den Beneficios um fast 100%. Sogar in einer Studie der US-"Entwicklungshilfe"-Agentur AID von 1984 wird vermutet, daß die Mehrzahl der kleineren und mittleren Verluste erwirtschaftet: "Die Fincas größer als 14 ha, die nur 5% aller Produzenten ausmachen, erzeugen ca. 81% der gesamten Kaffeeproduktion, Damit scheint der Schluß erlaubt, daß sie die produktivsten Betriebe sind. Das heißt auch, daß z.Zt. 95% aller Betriebe, die weniger als 14 ha besitzen, Verluste erwirtschaften."

Der Reformprozeß - eine Legende

Waren die Veränderungen der Preise für Verarbeitung und Aufkauf von Kaffee dazu gedacht (und erreichten dies auch anfänglich), dem Staat durch seine Betei­ligung an der Verarbeitung des Kaffees zusätzliche Einnahmen zu verschaffen, wurden diese Maßnahmen von von den großen Kaffeepflanzern bald umgangen. Die überwiegende Mehrzahl der Beneficios, 101 von 121, befinden sich nach wie vor in der Hand der Kaffeepflanzer, die damit den Verarbeitungsprozeß nahezu vollständig kontrollieren. Die extreme Konzentration des Bodenbesitzes und der Einkommen in El Salvador spiegelt sich auch bei den Beneficios. So besitzen nur 48 Personen oder Privatunternehmen 60 Beneficios mit einer Verarbeitungskapa­zität von 83% des Landes. Die sechs Beneficios, über die die Kooperativen verfü­gen, machen dagegen weniger als 5% der landesweiten Kapazität aus. Hinzu kommt, daß die Beneficios des reformierten Sektors i.d.R. nur Kaffee ihrer Kooperativen verarbeiten können und dadurch noch erheblich unter der Kapa­zitätsauslastung und damit unrentabel arbeiten.
INCAFE verarbeitete 1984 3,8% der gesamten Kaffeeproduktion. 1985 war das Beneficio "Santa Ana" kurz vor dem Schließen, weil es über keinen Rohkaffee mehr verfügte. 1987 verarbeitete das Beneficio "Chalchuapa" mit 800 bis 900 Quintales pro Tag, obwohl die Anlage auf 20.000 pro Tag ausgelegt ist. Ursache war und ist v.a. der systematische Boykott der Zulieferung von Kaffee durch die privaten Kaffeepflanzer. Zum einen versuchten sie damit, die Regierung unter Druck zu setzen, sich aus der Kaffeevermarktung zurückzuziehen und INCAFE aufzulösen. Zum anderen richtete sich der Boykott dagegen, daß in allen INCAFE-Beneficios die Belegschaft gewerkschaftlich organisiert ist (SICAFE, Gewerkschaft der KaffeeindustriearbeiterInnen).
1987 kontrollierten 6,77% der Kaffeepflanzer 90% der gesamten Kaffeeproduk­tion; nur 10 Unternehmen verarbeiteten 1985 nahezu 69% der gesamten Produk­tion. Allein aus diesen Zahlen wird deutlich, daß die Macht der alten und neuen Oligarchie trotz Verstaatlichung und Agrarreform nach wie vor unangetastet geblieben ist. Im Gegenteil, die Kaffeebarone konnten ihre dominierende Stellung auf dem Gebiet der Verarbeitung sogar noch ausbauen.
Daß die Wirtschaft des Landes auch in den 80er Jahren noch auf die Bedürfnisse der Oligarchie zugeschnitten wird, zeigt auch das Kreditsystem: 1987 waren 76% aller landwirtschaftlichen Kredite für den Kaffeesektor bestimmt, 1979 waren es noch 51% und 1984 bereits 65% gewesen.
Es wurde zu keiner Zeit ernsthaft der Versuch unternommen, tiefgreifende Veränderungen in der Besitzstruktur des Kaffeeanbaus und seiner verarbeitung durchzuführen. Der einzige Wandel bestand darin, daß INCAFE die Exporte kontrollierte und der Staat seine Einnahmen über Steuern, Preisfestlegungen und Wechselkurspolitik erhöhte. Diese zusätzlichen Einkünfte standen jedoch keineswegs für das Wohl der breiten Bevölkerung zur Verfügung, sondern wurden in das mörderische Projekt der Aufstandsbekämpfung investiert.

Die Kaffeebarone an der politischen Macht

Durch die Machtübernahme des politischen Arms der Kaffeepflanzer, die ARENA-Partei, 1989 unter dem Präsidenten und Kaffeemillionär Cristiani-Burk­hard, ist die Kaffeeoligarchie dem Ziel der Wiederherstellung der alten Macht­verhältnisse auf dem Kaffeesektor bedeutend näher gekommen. Gemäß der wirtschaftsliberalen Vorstellungen beflügeln einzig Privatunternehmen und Privatisierung die Wirtschaft eines Landes. Ein Konzept, das mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung in ganz Lateinamerika angewandt wird. Im Einklang mit diesen Ideen forcierte die Cristiani-Regierung die Privatisierung von ehemals staatlichen Institutionen. Im August 1989 erklärte der von ARENA dominierte Oberste Gerichtshof das Kaffeevermarktungsmonopol von INCAFE für verfas­sungswidrig. Danach wurde durch Gesetz beschlossen, daß INCAFE zwar weiterarbeiten kann, allerdings "zu gleichen Bedingungen wie die Privatunter­nehmer." Im Klartext bedeutet dies, daß man zu den Zeiten vor INCAFE zurück­kehren will, wo die damalige "Compañía Salvadoreña de Café" diejenigen Kosten und Risiken übernommen hatte, die die privaten Verarbeiter und Exporteure nicht zu tragen bereit waren. Die ersten "Erfolge" dieser Liberalisierung sind bereits erkennbar: Zwei Beneficios von INCAFE, in denen die Belegschaft gewerkschaftlich organisiert ist, wurden von der Zufuhr jeglichen Rohkaffees abgeschnitten.

Die Oligarchie und der Verfall der Weltmarktpreise

Seit dem Zusammenbruch des Internationalen Kaffeeabkommens 1989 sinken die Weltmarktpreise für Kaffee dramatisch: Die Preise stürzten im ersten Halbjahr 1990 auf 85 US-$ (1988 = 130 US-$), worauf die Vereinigung der Kaffeepflanzer ASCAFE und die Vereinigung der Verarbeiter und Exporteure ABECAFE mit der Aussetzung ihrer Verkäufe reagierten. Das ökonomische Modell der ARENA-Regierung, wonach der Kaffeesektor die führende Rolle bei der Gesundung der Volkswirtschaft spielen sollte, wird dadurch - zusätzlich zur ungelösten Kriegs­situation - zusehends fragwürdig. Von der Situation werden auf jeden Fall erneut die Kaffeebarone profitieren: Niedrige Weltmarktpreise haben sie schon immer auf die ArbeiterInnen bei Ernte und Verarbeitung sowie auf die Kleinproduzen­ten abgewälzt. Das finanzielle Polster der "Cafetaleros" ist groß genug, um eine Erntesaison auszusetzen, die Kaffeebohnen an den Sträuchern verfaulen zu lassen und die ohnehin schon miserablen Löhne weiter zu kürzen oder gar nichts mehr zu zahlen.
Aber es gibt einen Unterschied zur Situation von 1930-32: Der Krieg gegen die Befreiungsbewegung FMLN und die organisierte Bevölkerung kostet Geld. Steuern und Deviseneinnahmen sind nötig, denn nicht alles wird von den USA bezahlt, trotz der täglichen 1,5 Mio US-$, die aus Washington in die Kriegskasse fließen. In den letzten Jahren kamen noch immer 64% aller Deviseneinnahmen und 15% der Steuereinnahmen des Staates aus dem Export der blutigen Kaffee­bohne...

 

Text: Lateinamerikasolidarität e.V., Stuttgart
Lateinamerikanachrichten Nummer 196/197 -September / Oktober 1990 

Aktualisiert (Sonntag, den 29. April 2012 um 10:57 Uhr)

 
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