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Lieferkooperative

ACOPRA Las Lajas

Für das Jahr 2015 bekommen wir 3 Container von ACOPRA Las Lajas und

1 Container von Combrifol.

Infos zu Las Lajas siehe unten!

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Aktualisiert (Mittwoch, den 11. März 2015 um 12:05 Uhr)

 

Reisebericht Santa Adelaida und Combrifol Feb.2012

 

 

Reisebericht einer MITKA-Delegation zu unseren Lieferkooperativen (Februar 2012) –

 

angereichert mit Zusatzinformationen unserer Frau vor Ort, Gloria Nuñez Ramos

Santa Adelaida, El Salvador (9. - 11. Februar 2012)

In Santa Adelaida empfangen uns Präsident Máximo Pérez Beltrán, Administrator Rafael Melgar und Schatzmeisterin Ester Nerio. Don Rafael erzählt uns noch mal kurz die Geschichte der Kooperative: 1980 bekamen im Zuge der Agrarreform Arbeiter des ehemaligen Eigentümers (eine der 14 reichen Familien in El Salvador) den Besitz überschrieben. 1993 entschieden sie, auf Bioanbau umzustellen. Die Finca umfasst 1200 Manzanas mit Kaffee, Mais, Bohnen, Gemüse und Vieh, die von den 180 Socios (darunter 44 Frauen) gemeinsam bewirtschaftet werden. In Zeiten des Hochbetriebs (Kaffeeernte) werden zusätzlich Leute eingestellt. Die Socios erhalten zweiwöchentlich 56 USD, was dem Mindestlohn im Agrarbereich entspricht, und eine Canasta básica mit Mais, Bohnen und Salz. Die 41 RentnerInnen erhalten die Hälfte. Je nach den Einnahmen durch den Kaffee wird am Ende des Kaffeezyklus ein Überschuss ausgezahlt, außerdem werden davon die Stipendien, Schulangestellte und eine Gesundheitsstation finanziert. Es ist gerade Zahltag und alle Socios und Socias sind gekommen, um sich ihr „Gehalt“ abzuholen.

 Wir kommen auf das aktuelle Problem der schlechten Ernte zu sprechen, von dem uns Gloria schon im Januar berichtet hatte und vor dem uns graut. Aufgrund eines Unwetters im Oktober konnte nur weniger als 20 Prozent der Vorjahresmenge produziert werden. In Folge des tropischen Regentiefes E-12 hat die Kooperative durch Erosion und Erdrutsche auch 30 manzanas (1 manzana entspricht 0,7 ha) Kaffeeland verloren. Auch wurden viele interne Wege und die Zufahrtsstraße sowie zehn Wohnhäuser und eine Lagerhalle beschädigt. Die gröbsten Hindernisse wurden beseitigt, aber der Bau von Schutzmauern steht noch an. Die heftigen Winde Ende Dezember und Anfang Januar haben weitere Verluste verursacht. Schließlich ist es durch die während des E-12 akkumulierte Feuchtigkeit auch zu verfrühter Blüte in Teilen des Kaffeewaldes gekommen, so dass die nächste Ernte früher anstehen wird. Von den sechs vertraglich vereinbarten Containern werden sie nur vier liefern können. Wir bieten daher an, ausnahmsweise 50 Säcke separat sortierten Kaffee gleicher Qualität, aber mit einheitlich geringerer Siebgröße abzunehmen. Unsere Verträge sollen erfüllt werden. Das mögen wir erst so richtig glauben, als wir hören, dass Allegro leer ausgehen soll, bereits unterrichtet wurde und es mit Fassung trägt. Uns wird noch ein schriftlicher Bericht an die MITKA zur Erntekatastrophe mit zahlreichen Bildern überreicht – vorbildlich.

Mit UCRAPROBEX sind sie zufrieden, der Dachverband bekommt 3,75 USD für Vermarktung und Export und zahlt die Biozertifizierung. Sie nutzen ihre eigene Exportlizenz, da dies kommunale Steuern senkt, aber den Vermarktungs- und Exportservice von UCRAPROBEX, weil er günstig und erfahren sei.

Wir äußern unsere Verwunderung, dass Santa Adelaida diesmal kaum Vorfinanzierung angefordert hat. Das lag an den großartigen Preisen des letzten Zyklus („una bonanza“), das da erwirtschaftete Kapital wird sie auch über das diesjährige Desaster bringen.

 Ein großes Problem ist der Bioanbau. Im August 2011 ist die Umstellung der gesamten Kaffeebestände auf organischen Anbau abgeschlossen worden. Dieses Jahr wurde erstmals die gesamte Fläche zertifiziert, aber viele Socios drängen darauf, einige Pflanzungen, die schlecht gedeihen, wieder zu düngen. Das möchte Don Rafael auf keinen Fall, ihm liegt auch der Umweltschutz, der auch Gesundheit für die dort Lebenden bedeute, am Herzen. Begeistert erzählt er uns, dass immer mehr Tierarten auf die Finca zurückkehren. Erschwert wird die Überzeugung der Leute durch ein wahres Bombardement an Werbung für Chemiedünger, das bereits morgens im Radio beginnt. 

 

 Eine Bodenanalyse soll nun helfen, den Ertrag der Problemflächen zu steigern. Die Leitung wird versuchen, von PROCAFE, dem Kaffeeforschungsinstitut, und der Umweltschutzorganisation Salvanatura die erforderliche Unterstützung dafür zu erhalten. Bei den anderen ist er in Jahren ohne Naturkatastrophe ganz gut, rund 15 qq oro/mz. Der konventionelle Anbau hatte nicht viel mehr ergeben: 19 qq. Die Zertifizierung von Rainforest Alliance geschieht übrigens in einer separaten Inspektion.

Ebenfalls problematisch ist die Überalterung der Pflanzen, für eine Erneuerung gebe es keine günstigen Kredite. Da wurde in den letzten Jahren einiges versäumt. Immerhin wurde nun eine Pflanzenschule angelegt.

Wir bieten erneut den langfristigen Vertrag an, über den wir und Ulf mehrfach mit ihnen gesprochen hatten, aber das scheint erst in Jahren sinkender Preise interessant zu werden. Damals hatte sie ein langfristiger Vertrag mit Allegro (160 USD/qq) über die Kaffeepreiskrise gerettet.

 

 

Die Prämie soll für die Schule verwandt werden und Töchter und Söhne von Kooperativenmitgliedern sollen für die Produktion von Biodünger eingestellt, aber die Hälfte der Arbeitszeit für die Schule freigestellt werden. Zudem soll für 140 USD im Monat eine Person eingestellt werden, die die Schlüssel der Schule verwaltet, dort sauber macht und Botendienste leistet, denn das Erziehungsministerium bezahlt solche Arbeiten nicht.

Wir laden zum Essen ins neue Restaurant der Kooperative ein. Es ist an den Zahltagen geöffnet und bewirtet bei Veranstaltungen, muss aber noch bekannter werden. Die Aussicht ist großartig und das Essen sehr gut. Anschließend besichtigen wir das riesige Beneficio húmedo, für das die dort in diesem Jahr verarbeitete Menge von vier Containern lächerlich erscheint. Solch große Anlagen haben wohl mehrere der UCRAPROBEX-Kooperativen, so dass es auch kaum externe Kunden gibt. Die Anlage ist sehr gepflegt, gerade wurde eine neue Kläranlage für das agua de miel gebaut, eine Auflage des Umweltministeriums.

COMBRIFOL, Marcala, Honduras (12. - 14. Februar 2012)

Nach einem Abstecher ins Revolutionsmuseum überqueren wir problemlos die neu eröffnete Grenze. Dort erwartet uns COMBRIFOLs Techniker Juri und weist uns den Weg nach Nahuaterique ins Haus von José Anibal Rodriguez, einem relativ wohlhabenden Socio, wo der Vorstand, die Kapelle und die Socios von Nahuaterique versammelt sind. Wir essen gemeinsam, legen ein Tänzchen hin und tauschen in einer Reunión die Ereignisse des letzten Jahres aus. Die Socios haben die einzelnen Redebeiträge unter sich aufgeteilt.

COMBRIFOL ist sehr glücklich über den Vertrag, kürzlich war Geschäftsführer Eduardo Caceres bei einem überregionalen Treffen von Kooperativen und alle haben gestaunt, dass COMBRIFOL als kleinste und unerfahrenste von ihnen einen Direktvertrag mit einem deutschen Käufer hat. Traum der Kooperative ist der Kauf eines automatischen zentralen Trockners. 

Wir berichten vom Weltladen Ellwangen, der COMBRIFOL knapp 1000 Euro gespendet hat, und verknüpfen dies mit Informationen über die Verkaufswege der MITKA. Die Fotos vom Weltladen gehen von Hand zu Hand.

Jaime von COMUS unterhält sich mit den Produzenten über salvadorianischen vs. hondurenischen Biodünger, das finden alle höchst spannend und sie vereinbaren einen gemeinsamen Workshop und einen Gegenbesuch.

Bereits im Dunkeln fahren wir die zwei Stunden hinunter nach Marcala, zwischendurch haben wir eine denkwürdige Begegnung an einer Straßensperre des Militärs, deren Vorposten es sehr bedenklich findet, dass wir dort sind – und das ohne deutschen Personalausweis!

Am nächsten Morgen zwängen wir uns mit dem noch bis März amtierenden Vorstand ins Büro von Eduardo. Wir werten die positiven Erfahrungen des ersten Exports aus. Anschließend gehen wir die Preisgestaltung für die Socios durch: im September oder Oktober bekommen die Mitglieder einen mit 24 Prozent verzinsten anticipio von 100 bis 250 USD, abhängig von der Menge, zu der sie sich gegenüber COMBRIFOL verpflichtet haben. Die Mittel dafür kommen aus der Vorfinanzierung der MITKA und dem fondo de crédito. Bei Ablieferung bekommen sie den aktuellen Straßenpreis (in diesem Jahr im Schnitt 164 USD/ qq oro brutto = 180 USD exportable), plus 10 USD bzw. 20 USD (Bio), das anticipio wird verrechnet. Die Differenz zwischen dem ausgezahlten Straßenpreis und dem Erlös nach Abzug der Kooperativen- und Exportkosten wird auf die Socios aufgeteilt, aber nicht ausgezahlt, sondern einem individuellen virtuellen Sparguthaben gutgeschrieben, das die Socios bei einem eventuellen Austritt wiederbekommen. So werden sie zum Sparen angehalten, während das Geld gleichzeitig der Kooperative als Arbeitskapital dient. Nebenbei vereinfacht es die Vergabe von Krediten an die Socios, die in Höhe der Sparsumme problemlos genehmigt werden können. Mit unserem Preis ist COMBRIFOL sehr zufrieden, die Einnahmen des letzten Jahres haben sie spürbar vorangebracht.

Anschließend schauen wir uns wie von uns gewünscht andere Projekte von COMBRIFOL an: eine von drei Frauen betriebene Bäckerei und ein Versuchsprojekt zum Gemüseanbau.

Am nächsten Morgen findet eine von COMSA für uns organisierte Catación im Labor der Denonimación de Orígen (Herkunftsbezeichnung Marcala) statt. Großartige Kaffees, die zum Teil zur Taza de excelencia und zur SCAA gehen. Auch der Kaffee der Marias 93 wird mitverkostet und von den Profis als sehr gut und sauber bezeichnet. Die Expertin der DO berichtet von den Fortschritten der Herkunftsbezeichnung. In Europa ist Marcala nun ein geschützter Begriff. 

Wir stehen leider unter Zeitdruck, verabschieden uns eilig und springen in den Bus, der uns nach Tegucigalpa bringt. Von dort treten wir am nächsten Tag die Heimreise an.

Aktualisiert (Sonntag, den 20. Mai 2012 um 08:48 Uhr)

 

Lieferkooperative Combrifol

Frische Brise von der Grenze –

Die neue Cortadora-Lieferkooperative in Nahuaterique

Im Jahr 2015 erhalten wir 1 Container von Combrifol als Beimischung für Cafe Cortadora. Er kommt aus der honduranischen Grenzregion Nahuaterique.

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Aktualisiert (Donnerstag, den 12. März 2015 um 08:16 Uhr)

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